Nachhaltige Hotels ….

Wenn ich auf Reisen bin und selbst das Hotel bestimmen kann, achte ich natürlich darauf, dass die Hotels nachhaltig sind.

Aber sind sie das? Kann ein Hotel, dass immer noch einen Frischkäse und eine Nuss-Nougat-Creme in Einzelpackungen anbietet, überhaupt nachhaltig sein? Wenn man im Bad neben der Familienpackung Shampoo auch die einzeln abgepackten Shampoos und Seifen vorfindet?

ist es nicht eine Form von Greenwashing, wenn ich in ein Zimmer komme und sämtliche Elektrogeräte auf stand-by stehen?

Reicht es wirklich, sich nachhaltig nennen zu dürfen, weil man nicht täglich die Handtücher wechselt?

Nein, ich finde, das reicht nicht. Heutzutage muss man weder Marmelade, noch Frischkäse oder ähnliches einzeln abgepackt auf eine Frühstücksbuffet legen. Wobei ich Frühstücksbuffets sowieso nicht nachhaltig finde, hier bleibt täglich viel zu viel übrig und wird weggeworfen.

In meinem Fall war ich in einem Hotel, in dem man mir beim Frühstück ungefragt eine komplette Kanne Kaffee hingestellt hatte, der Kaffee roch abgestanden, 3/4 der Kanne wurde weggeschüttet. Kaffee der weggeschüttet wird, ist sowohl Wasserverschwendung wie auch Kaffeebohnenverschwendung? Muss das sein? Kann man nicht fragen, was der Gast möchte, anstatt ihm einfach etwas vor die Nase zu stellen? Mir reicht eine Tasse am Morgen.

Am Buffett selbst fand ich, ausser den sehr grossen Töpfen mit Marmelade tatsächlich Frischkäse, Muss-Nougat-Creme und Marmelade einzeln abgepackt vor. Ebenso die Butter. In den 80-Jahren hat man das vielleicht einmal gemacht, aber heutzutage gibt es viele Alternativen ,wie man genau diese Einzelverpackungen vermeiden kann.

Auf den Zimmern kein anderes Bild: Einzelne Kaffeepulver und „Kaffeeweißer“ abgepackt, damit der Gast sich einen Kaffee auf dem Zimmer machen kann. Davon abgesehen, dass diese Form von Kaffee überhaupt nicht schmeckt und auch die Kaffeesorte grenzwertig ist, muss das nicht sein. Der Gute-Nacht-Gruß ist eine kleine Packung Haribo, und solch kleine Packungen sind die größten Müllverursacher. Im Bad neben den Großpackungen Shampoo und Seife ZUSÄTZLICH einzelne Shampoo und Seifen.

Muss das sein?

Nein, muss es nicht, wenn ich Großverpackungen anbiete, muss ich nicht noch einzelne Portionen anbieten, selbst wenn es von einem nachhaltigen Unternehmen ist. Wenn ich schon Kaffee auf dem Zimmer anbiete, dann bitte auch stilgerecht und nicht das Billigste vom Billigen, was am meisten Müll verursacht. Dann lieber eine Nachricht auf dem Zimmer, dass man aufgrund von Nachhaltigkeitsgründen auf diesen Komfort verzichtet.

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Gast glücklich zu machen, aber sich nachhaltig zu preisen und dies nicht konsequent durchzuziehen, ist es nicht.

Liebe Hotels, folgende Produkte verbrauchen unnötige wichtige Ressourcen, angefangen bei Strom und Wasser, hinzukommt das Müllproblem:

Fast 5 Jahre plastikfrei

und dank Pandemie und den anderen erschreckenden Weltgeschehnissen ist es mir so gut gar nicht aufgefallen. Es hat sich soviel verändert, dass ich mein Leben fast ohne Plastik und Müll gar nicht mehr registriert habe. Plötzlich durfte man seinen eigenen Becher nicht mehr mitbringen, folglich habe ich gar keine to-go-Getränke mehr konsumiert. Die Lebensmittel werden teurer, der Weg zum Supermarkt macht keinen Spass mehr, also laufe ich nur noch zu Fuss zum örtlichen Landwirt und kaufe das, was er regional und saisonal anbietet. Auf dem ersten Blick teurer, aber da der Einkauf auch übersichtlicher wird, kommt es mich im Endeffekt billiger, da ich mich im Supermarkt nicht mehr verführen lasse. Den besuche ich nur noch für Milchprodukte, meine Seife/ Shampoo kaufe ich immernoch in kleinen Geschäften oder Märkten und dann eben auf Vorrat.

Aber was hat sich in den letzten 5 Jahren geändert?

Anfang 2018 beschloss ich, mein sowieso schon umweltfreundliches Verhalten zu optimieren. Ich wollte den täglichen Müll reduzieren, nachhaltiger einkaufen und den vielen Schnick-Schnack weglassen, der viel zu oft bei mir ein zu Hause gefunden hat.

In meinem Haushalt befanden sich bereits 20 Jahre alte Einkaufstaschen, Klappkisten für das Auto und im Handeln schon lange der Verzicht auf z.B. Eisbecher beim Italiener, da diese eh im Müll landeten.

Was ich schon seit vielen Jahren praktiziere
1. Kaffee filtere ich  per Hand

2. Eiswürfel bereite ich nicht in Eiskugelbeutel vor, sondern in wiederverwendbare Formen
3. TK-Gemüse wird im Pappkarton gekauft, wenn überhaupt, eigentlich kaufe ich frisch.
4. NOGO Plastiktragetüte – YES zu Korb, Stoffbeutel etc
5. Keine Fertiggerichte
6. Eis aus der Eisdiele nur aus der Waffel, obwohl ich diese ich nicht mag.
7. Eis aus dem Supermarkt wird auf Eis reduziert, dass in laminierten Karton verpackt ist und nicht einzeln verpackt in Folie oder gar Plastikbechern.
8. Kleidung nur in 100% Wolle oder Leinen
9. Alufolie abgeschafft, ich verpacke Essenreste in Gläser
10. Kurze Wege, innerhalb vom Dorf, gehe ich zu Fuß, außer ich muss Getränke einkaufen 😊
11. Licht brennt nur in den Räumen, in denen ich mich aufhalte
12. Konsequentes Tragen meiner Brille erspart Kontaktlinsenverpackungen und -lösung

13. mein ToGo-Becher auf Autofahrten, den ich sicherlich schon 10 Jahre nutze. Tatsächlich war der Grund allerdings, dass ich mir einmal auf der Fahrt in die Steiermark Kaffee überschüttete und ich mit einem Mehrwegbecher auf der sicheren Seite gewesen bin. Damals, war es noch schwerer, an einer Raststätte den eigenen Becher zu benutzen, ich musste teilweise umschütten und habe den Pappbecher dann vor Ort gelassen, so musste sich die Tankstelle um den Müll kümmern. Heute ist das ja zum Glück kein Thema mehr.

Die Liste las sich toll, war mir aber zu wenig, nun wollte ich das Müll sparen durchziehen. Einwegprodukte in Plastik oder Plastik verpackt, sollten verschwinden. Natürlich hatte ich Vorräte, aber diese wurden dann nach und nach ausgetauscht und nein, es gab noch kein Gesetz zum Plastiksparen von Einwegprodukten – das kam erst danach. JA, Greta war damals noch KEIN THEMA

Angefangen habe ich mit dem Bad.

Damals standen noch Duschgel und Shampoo gepaart mit Conditioner, manchmal noch eine Kurpackung und dann der Waschschwamm aus Polyester auf der Wanne herum.

Seit 2018 habe ich jedoch Seifen, einen normalen Waschlappen aus Baumwolle und anstatt einem Einwegrasierer einen Rasierhobel im Bad liegen. Meine Billigmascara wurde in eine von einem Naturkosmetikanbieter ausgetauscht, anstatt eines Flüssigeyeliners, der in einer Plastikverpackung steckt, kommt entweder der gute alte Kajalstift zum Einsatz oder ein Flüssigeyeliner in einem kleinen Glascontainer, ebenfalls alles von einem Naturkosmetikanbieter.

Abgeschminkt wird mit Kokosöl und Stoffpads aus Baumwolle und wenn ich eine Maske oder eine tiefergehende Reinigung der Haut brauche, nutze ich Tote Meer Seife. Dann noch etwas Kokosöl drauf und fertig bin ich .

Auch der Badezusatz wurde ausgetauscht.  Wenn ich überhaupt mal bade, dann kommen mir nur noch Badekugeln in die Wanne.

Wattestäbchen sind nun aus Papier und nicht mehr aus Plastik. Die Zahnbürste aus Holz. (Remember, ich habe schon vor dem Gesetz gewechselt)

Mein Toilettenpapier ist recyceltes Papier, zertifiziert vom blauen Engel. Klar, es riecht nicht nach Sommer, es fehlen die bunten Bildchen und es ist auch nicht mehrfach-lagig und samtweich, aber mal ehrlich, warum soll mein Po nach Sommer riechen? Er muss sauber sein, mehr auch nicht.

Mein einziges Manko ist weiterhin noch die Plastikverpackung des Toilettenpapiers und die Zahnpasta.Bei Zahnpasta halte ich mich an die Vorgaben meines Zahnarztes, damit er weniger schimpfen muss.

Hier und da fallen noch die Umverpackungen von Seife an oder hier und da eine aufgebrauchte Lidschattenverpackung, aber diese sind auch ewig in Gebrauch, das wird folglich noch etwas dauern.

In den letzten 4 Jahren kamen im Bad dazu

1. Duschgel auf Seife
2. Shampoo auf Haarseife
3. Peelings auf Tote-Meer-Seife
4. Wattepads auf Baumwollpads
5. Duschwamm aus Plastik auf Waschlappen
6. Badezusatz in Plastikflaschen in Badesalz im Glas
7. Einweg-Rasierer auf elektrischen Rasierer
8. Make up Entferner in Plastikverpackung in Kokosöl im Glas
9. Einwegzahnbürste in elektrische Zahnbürste und Bürste aus Bambus
10. Wattestäbchen mit Plastikstab auf plastikfreie Wattestäbchen

11. Einwegfusselbürste auf Dauerfusselbürste

12. Einwegfeilen und wieder zurück zur guten alten, zwar teuereren aber Jahre haltenden Mehrwegfeile

In der Küche war das schon schwieriger

Gar nicht so einfach, denn auch die Tragebeutel der Mandarine ist nicht rein kompostierbar und daher für mich ein NO-GO. Daher kaufe ich so gut wie gar nichts mehr im Supermarkt, sondern fast nur noch beim Landwirt meines Vertrauens. Dann gibt es eben keine Mandarinen, wenn er sie nicht anbietet – allerhöchstens noch auf dem Wochenmarkt, aber da komme ich seltener hin.

Ja, ich habe immernoch Plastiklöffel im Haus, aber warum wegwerfen, wenn sie noch funktionsfähig sind? Sollten solche Dinge einmal kaputt gehen, werden sie ausgetauscht, aber mittlerweile, wir erinnern uns, ich habe vor 5 Jahren angefangen, konsequenter zu sein, gibt es soviel Alternativen, dass ich mir hier kaum noch Gedanken machen muss.

Zum Thema Müllbeutel möchte ich noch sagen, dass ich sowieso selten Müllbeutel genutzt habe, damals wie heute ist jeder Beutel auch 1x Müll und in die Tonne passt auch mehr rein, wenn ich keinen Beutel nutze.

Im Haushalt konnte ich Folgendes ändern:
13. Müllbeutel in Papier (besonders beim Kompostmüll)
14. Küchenhelfer aus Plastik in Holzlöffel etc
15. Küchenpapier in Stofftücher, die in die Waschmaschine können
16. Plastikstrohhälme in Wiederverwendbare Strohhälme oder Papierstrohhälme
17. Spülbürste aus Holz
18. Joghurt und Milch, genauso wie Wasser kommen im Glas
19. Obst & Gemüse wird nur Plastikfrei eingekauft
20. Verzicht, wenn möglich, auf die Papiertüte beim Bäcker, bzw Nutzung meines Brotsackerl
21. Pasta nur in Papierverpackungen (ja die gibts)
22. Geschenke hab ich bereits in den 80er nur in Zeitungspapier verpackt
23. Abflussreiniger heisst bei mir Backpulver, Essig und heißes Wasser
24. Anstatt Taschentücher in den kleinen Plastikverpackungen nutze ich nun Papierboxen, die habe ich auch im Auto, worüber sich mancher Fahrgast wundert
25. Elektrischer Wasserkocher , der viel Plastik enthielt, sich aber auch immer vom Boden Teilchen löste, in einen Edelstahlwasserkessel getauscht
26. Eier nur noch frisch und keine Hartgekochten , die bunten sind alle in Plastikverpackten. Die Eier kommen übrigens vom Landwirt meines Vertrauens, da kann ich den Hühnern beim Fressen auf der Wiese zuschauen und vor allem sind es Zweithühner, sie werden irgendwann geschlachtet und ich kann mir zu Hause ein echtes Bio-Huhn zubereiten.

Es ist sehr viel passiert in den letzten 2 Jahren.

Schokolade kaufe ich fast nur noch in Papier und Stanniolpapier verpackt, auch wenn ich natürlich auch hier gerne auf Stanniol verzichten würde. Man müsste es besser sammeln, Aluminium ist ein wichtiger Rohstoff, der nicht in der Tonne untergehen soll

Ich sammel auch meine leeren Gläser, meine Eierkartonverpackungen und Leinenbeutel, die man mittlerweile überall geschenkt bekommt – diese Dinge fahre ich dann regelmässig in den Unverpacktladen, dort werden sie dankend angenommen und weitergenutzt. Bitte denkt dran, dass Glas recycelt werden muss, damit uns der Rohstoff nicht verloren geht und wir die Ressourcen nicht ungebraucht lassen.

Wenn ich mein Auto nutze, dann wirklich nur, um mehrere Wege damit zu fahren, wenn ich z.B. beim Zahnarzt bin, fahr ich direkt danach einkaufen. Liegt alles auf dem Weg und so muss ich nicht 2 x losfahren. Innerhalb des Ortes geh ich alles zu Fuss und habe mir sogar einen Einkaufstrolley angeschafft.

Im Bad habe ich mittlerweile den Abfalleimer gegen einen kleinen Behälter ausgetauscht, denn ausser Haare und Rasierklingen habe ich hier keinen Müll mehr.

In der Küche hat sich der Müll auch dezimiert. Brauchte ich früher nur wenige Tage, bis  mein Gelber Sack-Eimer voll gewesen ist,  brauche ich wirklich 1 Monat, bis er voll ist und dann ist vieles fremdgesteuert, weil ich z.B. neue Küchengeräte gekauft habe und nun die Umverpackung weg muss.

Eine Optimierung ist immer möglich, meine Küche- und auch Körperwaage habe ich auf Solara umgestellt, da beide Geräte sehr viele Batterien gefressen haben. Was ich nicht mehr brauche, verschenke ich, damit jemand anderes nichts Neues kaufen muss, aber bei all der Optimierung denke ich, dass man es nicht übertreiben muss.

Wenn ich beim Einkaufen den Kopf einschalte und auf plastikfreie Alternativen setze, dann habe ich gerade noch 10% von dem, was ich noch vor 5 Jahren hatte.

Mittlerweile sprechen mich auch viele Freunde an, manche bekommen in meiner Gegenwart ein schlechtes Gewissen und einige haben schon auf Seife, Campinggeschirr für Ausflüge, etc umgestellt. wie oft höre ich, wenn du das und das nicht gesagt/ gemacht hättest, wär ich gar nicht darauf gekommen.

Das freut mich besonders, denn es zeigt, dass ich etwas bewirke – von den nahezu 60.000  Pappbechern, die aufgrund meiner Aktion in meiner alten Firma jährlich  gespart werden, natürlich abgesehen – das war 2017 und seitdem hat das Unternehmen ca 350.000 Einwegbecher gespart.

PS: ich muss jetzt los, Walnüsse sammeln, denn mal ehrlich, warum soll ich Nüsse aus Kalifornien in Plastik verpackt kaufen, wenn die Natur uns solche Schätze in den eigenen Wiesen schenkt

Ist plastikfrei zu leben ein Trend?

Während einer Diskussion habe ich die Meinung geäußert, dass für einige Menschen das plastikfreie Leben ein Trend ist, den sie momentan verfolgen. Ob unverpackt leben, Müll sammeln oder Ressourcen sparen, Nachhaltigkeit ausleben, für viele, wie für mich, ist es eine Überzeugung, so zu leben, andere finden es hipp und machen es momentan so, „weil man das so macht“ ganz ohne zu überlegen und den tieferen Sinn dahinter zu sehen.

Mein Gegenüber antwortete mir Zitat „eine Anmerkung „plastikfrei leben“ als Trend zu bezeichnen, empfinde ich als nicht sehr optimal. Zumal wir hier Gesetze auf europäischer und nationaler deutscher Ebene haben, die das vorschreiben“

Es gibt und ich habe mich auf diese Diskussion nicht eingelassen, kein Gesetz, das uns vorschreibt, Plastikfrei zu leben. Es gibt Gesetze, die uns vorschreiben, dass wir keine Einmalprodukte mehr nutzen dürfen, die uns vorschreiben, dass wir nachhaltiger leben sollten, aber es gibt kein Gesetz, dass uns vorschreibt, dass die Zahnbürste aus nachwachsendem Rohstoff sein muss, die Batterie in Papier eingepackt, die PET-Flasche komplett verschwindet. Wir werden es nicht schaffen, komplett ohne Plastik auszukommen, wir werden es nur schaffen, dieses zu reduzieren. Eine Umverpackung aus Papier wird immer einen Teil Plastik haben, sonst würde die Verpackung aufweichen, wenn sie eine Flüssigkeit enthält.

Es gibt ein Verbot für Wegwerfprodukte, aber jemand, der plastikfrei leben möchte, kauft auch nichts, was in Plastik verpackt ist. Es werden keine Nudeln in Plastik verpackt gekauft, keine Süssigkeiten, Obst, Gemüse, einfach nichts.

Bei den genannten Gesetzesngeht es lediglich um einen Stopp der Plastikflut, einer Reduzierung aber nicht um das Leben ohne Plastik.

Als ich letztens bei einer Freundin zu Besuch war, hatte sie noch eine alte Verpackung einer Marmelade auf dem Tisch, die es mittlerweile nur noch im Glas, früher aber in Plastik verpackt gegeben hat. Ich habe diese Verpackung angeschaut, wie ich einen Alien anschauen würde, da ich seit Jahren nicht mehr in der Abteilung für Brotaufstriche im Supermarkt gewesen bin, Ich nutze auch keine Obsttüten und auch Metzger keine Plastiktüten, wenn er mein Fleisch verpackt.

Ich finde es ehrlich gesagt bedenklich, wenn man das Plastikverbot vorgeschrieben von der EU für Einwegprodukte mit dem plastikfreien Leben vergleicht, wie ich und viele andere es leben. Ich habe meinen Plastikverbrauch so verringert, dass die gelbe Tonne von einer bis zur nächsten Leerung kaum den Boden bedeckt.

Ja ich habe noch Plastik zu Hause und ich kaufe auch noch Joghurt, anstatt ihn selbst zu machen, da letzteres einfach zu iel Energie kostet und die Konsistenz nicht das ist, was ich mag. Aber ich habe insoweit reduziert, dass ich im Bad nur noch Toilettenpapierverpackung und Zahncreme und in der Küche ausser dem genannten Joghurt und der Milchverpackung (dafür aber vom Hersteller aus der Umgebung) nichts mehr aus Plastik habe. Das ist plastikfrei leben, denn die Einwegprodukte, die die EU verbietet, nutze ich ja sowieso seit Jahren nicht mehr.

Es bedarf also viel mehr Aufklärung darüber, was Plastik frei leben tatsächlich bedeutet – denn solange Obst und Gemüse noch in Plastik verpackt sind und auch sein darf, kann der Gesetzgeber nicht sagen, er würde uns plastikfrei leben vorschreiben

Wenn die Tannenzapfen fallen

Die Zapfen fallen wieder und wieder und wieder!

Eigentlich war die Produktion abgeschlossen, aber da die Zapfen fallen und das in dieser Menge selten vorkommt, muss ich diese Chance nutzen

Ich habe euch einmal die verschiedene Phasen der Sirupproduktion fotografiert!

1.der gemeine Zapfen, dessen Schuppen man übrigens wie Chips abends auf der Couch essen kann!

2. ein bereits angesetzter Sirup, der seit 2 Wochen vor sich hin wartet, um in einer Woche endlich gesiebt und abgefüllt zu werden

3. gestern frisch angesetzter Sirup

Der angesetzte Schnaps ist bereits fertig, Tannenzapfenmarmeladd ebenfalls!

Weiterhin gibt es Sirup für den guten Geschmack im Wasser (oder Sekt), da muss nix mehr im Supermarkt gekauft werden

Und nun der neu angesetzte Sirup als Hausmittelchen!

Viele Freunde und Bekannte fragen mich immer, wie kommst du denn nur auf die Idee, Tannenzapfen zu verarbeiten oder aus Gönseblümchen Marmelade zu machen?

Ganz einfach:

Meine Tante Martha in der Weststeiermark war eine liebevoll genannte Kräuterhexe, sie hatte ein großes Wissen über Kräuter und ihre Heilwirkung ! Leider habe ich keine Rezepte übernehmen können, aber ihr Wissen hat mich immer beeindruckt

Ebenfalls beeindruckt hat mich mein Onkel Gottfried ebenfalls aus der Weststeiermark ! Er ist der Cousin meines Vaters und lebt seit 35 Jahren Vegan! Er pflanzt seine Lebensmittel im Garten an und findet sie auf seinen Wanderungen in und auf die Berge! Auf diese Wanderungen nimmt er keinen Proviant mit, er findet alles, was er braucht, unterwegs.

Diese Lebensweise hat mich so beeindruckt, dass ich seit über 10 Jahren mit offenen Augen durch den eigenen Garten, aber auch durch Feld und Wiese gehe!

Es ist so einfach, die Natur zu nutzen, ohne sie auszunutzen und wenn man zuviel von dem

Einen hat, dann hat man auch immer tolle kleine Geschenke für diejenigen, denen man eine Freude machen möchte!

Und nein, es gelingt nicht alles, dieses Jahr musste ich meinen Rosenblütensirup wegschütten, da er anfing zu schimmeln! Sehr schade, denn er schmeckte wirklich wunderbar

Bienenpatenschaft auf der Schlagmühle

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Summ summ summ

Bienchen summ herum

Ihr habt sicherlich im letzten Jahr alle das tolle Mohnfeld am Wiesbadener Kreuz bewundert! Der Mohn ist verarbeitet und ist z.B. beim Bäcker Preiss in Hochheim auf und im Mohngebäck zu finden!

Seit April bin ich nun offiziell Bienenpatentante der für den Mohn verantwortlichen Bienen. Sie werden auch diesen Sommer wieder fleissig ihre Runden drehen, damit wir regionalen Honig essen können.

Daher würde es mich als verantwortliche Bienenpatentante oder wie man im hessisch sagt: Gothe/Geth freuen, wenn es Nachahmer geben würde!

Werdet Bienenpate! Helft der Schlagmühle im 3-Länder-Eck (Hochheim, Hofheim/ Wiesbaden) und werdet Bienenpate!

Auf der Seite der Schlagmühle in Wallau findet ihr alle Infos!

Eine so tolle Familie und so ein wunderbares Projekt sollte unterstützt werden

Ich selbst habe noch Mohn mitgenommen, frische Eier und war am überlegen, ob ich Mehl brauche, habe aber noch genug und da ich quasi um die Ecke wohne, kaufe ich nur das, was ich wirklich brauche und fahre ansonsten wieder hin.

Nachtrag Septemer 2022.

Meine Bienen waren fleissig und ich musste gar nicht schimpfen. Nun habe ich zwei verschiedene Sorten Honig zu Hause, zum Einen „Sommerblüten“ und Frühlingsblüten“. Herstellungsland nicht nur Deutschland, nicht nur Hessen, sondern bei mir zu Hause, direkt um die Ecke, keine 5km von mir entfernt. Das ist regional und saisonal und nur so helfen wir, die Umwelt zu schonen, denn diese 5km kann man locker zu Fuss laufen

Regional und Saisonal – Tagestrips

In den letzten Wochen habe ich meine freie Zeit vermehrt genutzt, endlich wieder auf kleinere Ausflüge zu gehen. Eine Auszeit vom hier und jetzt zu nehmen und mir die Region anzuschauen. 

Ganz klar, mit dem Auto zu fahren, ist nicht unbedingt ökologisch wertvoll, da ich aber innerhalb meines Wohnortes und auch bei Besuchen in die Nachbarorte fast nur zu Fuss unterwegs bin und auch sonst mein Auto mehr steht als fährt, ist dies meines Erachtens vertretbar.

Meine Trips beginne ich oft damit, mir mein Essen und Trinken plastik- und müllfrei vorzubereiten, heutzutage habe ich sowieso dann noch Desinfektionsmittel dabei, um, sollte ich den Müll fremden Menschen aufzuheben, mir sofort die Hände desinfizieren zu können.

ich trage folglich immer meine eigenen Becher, Besteck und auch Geschirr mit mir rum, um vor Ort immer gerüstet zu sein. Selbst ein Eis kann ich ohne Plastiklöffel geniessen, da ich immer einen Eislöffel dabei habe.

Nun ist es aber so, dass man in seinen Ausflugszielen immer leckere Sachen findet.

In St. Goar war es ein Gebäck mit Buttercreme, in Diez kaufte ich selbstgemachte Marmelade. Beides regionale Leckereien, die ich zu Hause nicht habe.Auch hier achte ich immer darauf, dass ich sowenig wie möglich Müll verursache und dass die selbstgemachten Leckereien saisonal und/oder eine regionale Spezialität ist.

Mein Lieblingsladen ist übrigens das Kloster Hildegardis im Rheingau, hier kaufe ich regelmässig mein Dinkelmehl und viele andere gesunde Lebensmittel, die vor allem auf der Basis von Hildegard von Bingen hergestellt wurden. Ein tolles Geschenk für Freunde, denen man etwas Besonderes mitbringen möchte, ob es nun die Marmelade aus Diez ist, oder umgekehrt, die Flasche Apelsecco des Winzers aus meiner Strasse

Damit unterstütze ich nicht nur die regionalen Unternehmen, sondern habe die Möglichkeit, den großen Konzernen noch mehr aus dem Weg gehen zu können

über meine Tagestrips könnt ihr übrigens hier mehr erfahren -> Lalasreiseblog

Backofen reinigen

Meine heutiger Stolz! Mein frisch gereinigter Backofen


Herd putzen ist nichts, was ich gerne mache, aber es war bitte nötig, die Bleche wie auch der Ofenboden hatten einige Verkrustungen und die Reinigung hatte ich schon länger vor mir her geschoben.

Wer putzt schon gerne?

Aber da ich am heutigen Sonntag nichts anderes vor hatte, kaum aus dem Haus gehe und es eh regnete, machte ich mich an diese schon lange vor mir her geschobene Arbeit.

Nutze die Zeit und sei fleissig, nur auf der Couch sitzen, dafür war mir der Tag zu schade.

Chemie- und Plastikfrei versteht sich

Da ich nun kein Backofenspray nutzen wollte, auf Chemie und unnötige Verpackungen verzichten will, habe ich auf den alten Trick des Backpulvers zurück gegriffen.

Es geht ganz einfach
Wasser mit Backpulver vermischen, auf die verbrannten Stellen auftragen, einwirken lassen und wegwischen!

Funktioniert ebenfalls mit Zitronenwasser, welches man ca. 1h bei 120C in den Ofen stellt! Oder eine Kombi von Beidem, denn somit entledigt man sich auch den Essensgerüchten im Ofen!


Jetzt glänzt er wieder, riecht wieder gut und ich bin stolz, dass ich diese Arbeit, die ich wirklich nicht mag und mit einem Spray wahrscheinlich schneller von statten gegangen wäre, erledigt habe.

Probiert es aus

Jobsuche in nachhaltigen Zeiten

In den letzten Monaten ist es ruhig geworden auf meinem Blog, mein Leben ist minimalisiert, ich versuche, die Krisenzeit für andere Dinge zu nutzen und mein plastikfreies Leben läuft nebenher.

Lebensmitteleinkaufen gehe ich nur noch 1x wöchentlich und aufgrund der Krise brauche ich sonst nichts. ich gehe nicht weg, treffe kaum Freunde und das, was ich habe, reicht mir aus.

Die Natur hat uns dazu gezwungen, dass wir ein ruhigeres Leben leben und ich richte mich danach.

Trotzdem musste ich letzte Woche zu einem Vorstellungsgespräch. Der Gesprächspartner war 430 km entfernt und ich habe fest damit gerechnet, dass das Interview online stattfinden wird. Vieles spricht dafür, wir haben das Jahr 2020, sind technisch gut aufgestellt, es herrscht ein Virus über uns, dem man gerne aus dem Weg gehen möchte und es war unerträglich heiss.

Mein neuer eventueller Arbeitgeber ist ein Privatinstitut, welches seinen Schülern auch in Nachhaltigkeit unterrichtet. Nichtsdestotrotz durfte ich die 430km fahren. 430 km, bzw 860 km für die ich Benzin verbrauchen musste. Eine Strecke, die man sich hätte sparen können, wenn man einfach ein entsprechendes Programm auf dem Rechner hat. 9h Fahrt, 2 Tankstellenbesuche, entsprechender Benzinverbrauch.

Wie kann ein Institut, das sich mit Nachhaltigkeit bewirbt, so kurzfristig denken?

Ich wünschte mir, dass mehr Unternehmen nicht nur von Nachhaltigkeit reden, sondern auch anwenden. Zweitgepräche kann man immernoch persönlich führen, aber Erstgespräche über diese Distanz sollten in Zukunft nur noch online geführt werden.

Und beim Zweitgespräch kann man sich dann immernoch die Gegend anschauen und vielleicht die ein oder andere neue Wohnung besuchen

C!rcly Skincare aus München

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Vor wenigen Tagen erreichte mich eine email und Maximilian Munz, Co-Founder von C!rcly fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, seine Produkte zu testen. Er und Oliver Kremer haben letztes Jahr C!rcly Beauty gegründet und starten jetzt durch.

C!rcly Beauty ist eine nachhaltige Hautpflege ganz nach meinem Geschmack und bietet seit April 2020 Seifen aus upgecyceltem Kaffeemehl und Orangenschalen, Lippenpflegestifte und feuchtigkeitsspendendes Ölserum für das Gesicht aus upgecyceltem Kaffeeöl. Ich selbst stelle mir meine Augenpflege aus Kaffeesatz selbst her und nutze sie vor allem wenn ich, wie heute, dicke Augen habe.

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Die handgemachte und vegan Peelingseife  ist für Hände und Körper gedacht und meine Hände könnten wirklich ein gutes Peeling gebrauchen, daher habe ich sie auch sofort nach Erhalt getestet.

Das Serum konnte ich leider nicht testen, da die Inhaltsstoffe auf der Probeverpackung nicht aufgelistet sind und ich gegen vieles allergisch reagiere. Die normale Größe wird übrigens in Glasflaschen abgefüllt.

Die Basis des  Lippenpflegestiftes ist natürlich auch Kaffee und anderen Inhaltsstoffen. Ich hatte erst vor Kurzem einen anderen Lippenpflegestift ähnlich aufgebaut vorgestellt und besitze ebenfalls einen aus den Staaten, im Prinzip sehe ich nirgends einen Unterschied, alle sind sehr nachhaltig verpackt und fühlen sich auf den Lippen gut an. Ich kann also jetzt nicht sagen, der ist besser oder der andere ist besser, was ich aber auch in der Korrespondenz mit C!rcly erwähnt habe, ich gehöre nicht zu den Bloggern oder gar „Influencern“ die heute sagen, Firma X ist die Beste und morgen sagt, Firma Y ist die Beste, nur um irgendetwas kostenfrei zu bekommen oder neue Follower zu generieren.

Dafür bin ich zu ehrlich und kann und möchte  zum Lippenpflegestift nur sagen, dass er sich angenehm auf den Lippen trägt und nachhaltig verpackt ist. Er schmeckt nicht auch Kaffee, riecht aber sehr dezent danach.

Die Seife und der Lippenpflegestift sind  in recyceltem Papier verpackt. Hergestellt sind die Produkte, jedenfalls steht es so auf der Seifenverpackung, in den Niederlanden –  was mich nicht wundert, da ich Papierverpackungen schon lange aus den Niederlanden kenne, schon damals, als ich dort gelebt habe, waren die Holländer Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und ich habe meine Vorräte immer von Besuchen vor Ort mitgebracht.

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Die Verpackung zum Versand  ist anscheinend aus Graspapier! so ganz werde ich aus der Homepage nicht schlau, denn es wird Graspapier erwähnt, aber nicht, wofür es genutzt wird, denn die Produkte an sich sind in recyceltem Papier verpackt.

Aber Graspapier!!! Davon hab ich doch vor Jahren schon geschwärmt, habe in meinem alten Unternehmen dafür gekämpft, dass man sein Augenmerk darauf richtet und mir den Mund fusselig geredet und endlich ist  Graspapier überall im Munde und seit jetzt auch in meinen Händen – schon alleine das ist ein Grund, sich das Unternehmen C!rcly genauer anzuschauen – denn aus dem Blick der Nachhaltigkeit ist es wirklich Beispielhaft

Alles in allem kann ich von meiner plastikfreien Seite die Produkte nur empfehlen

Green Production – wie das Fernsehen versucht- grün zu werden

Ich halte nichts davon, PR-Texte zu kopieren und zu veröffentlichen, dann liest man auf zig Seiten den gleichen Inhalt, ich schreibe lieber von meiner eigenen Erfahrung.

Gestern war ich nach langer Zeit endlich wieder einmal bei einem Dreh dabei. Im schönen Taunus wird ein Mittwoch-Abend-Film des HR’s gedreht und wie immer, wenn ich drehe, habe ich als alter Hase mein eigenes Besteck, meinen eigenen Becher und auch meinen eigenen Teller dabei.

Leider war es in den letzten Jahren so, dass gerade an einem Filmset immer und immer wieder viele Pappbecher und auch Plastikgeschirr angefallen ist. Komparsenessen gab es auf Papptellern und -schüsseln.

Auf meinem persönlichen Facebook-Account rufe ich oft zum Plastikboykott auf und diene als bestes Beispiel, in dem ich meine eigenen Tassen mitbringe. Einige meiner Kollegen machen dies auch und in den letzten 5 Jahren, wenn nicht sogar mehr, habe ich  viele Nachahmer gefunden.

Auch beim gestrigen Dreh hatte ich alles dabei, hätte ich aber nicht. Denn der HR produziert den Film AT-Titel .. die Luft, die wir atmen ..  Green.

Green, das fängt bei weg von Einwegprodukten an und hört bei Strom aus der Steckdose, anstatt vom Generator auf.

Aufgrund der Corona-Zeit ist dies leider nicht 100% durchsetzbar. Anstatt dem Salzstreuer oder gemeinsamen Wasserflaschen, gibt es nun Einwegsalztüten und den kleine Wasserflaschen aus PET (ich selbst habe immer meinen eigene Flasche dabei und fülle dann am Wasserhahn auf). Auf der Seite vom Hr findet man hierzu folgenden Satz „Ökostrom und Fahrrädern am Set, LED-Scheinwerfern, Bio-Kosmetik in der Maske und Requisiten vom Flohmarkt.“ die genauen Details dazu kann mir hier finden Grüne Produktion.  

Natürlich merkt man, dass wir in Coronazeiten leben, alle tragen Mundschutz, einige der Schauspieler und auch Komparsen (inkl mir) sind Corona getestet. Aber keiner trägt einen Einwegmundschutz. Auch das ist „grün“.

Was hinter den Kulissen passiert, kann ich nicht beurteilen,  ich war ja als Komparse vor Ort und nicht als Blogger, daher konnte ich keinen Fragen stellen – aber ich finde es schon sehr fortschrittlich, dass es kein Einweg mehr gibt. Ob das Make-up wirklich Naturkosmetik ist? ich weiß es nicht, denn ich habe mich selbst geschminkt und sinnvoll ist es, ersteinmal das, was da ist, zu verwenden.

Aber es gibt keine Pappbecher, kein Plastikbesteck und keine Einwegteller. Es wurde mit dem Material vor Ort gedreht, man hat nicht extra eine Ausstattung angekarrt. Oft wird ja aus einem leeren Raum ein Frisursalon gezaubert, was nicht „grün“ sein kann, denn das alles muss mit LKW’s von A nach B und von B zurück zu A transportiert werden, geschickte ist es dann, für die Drehtage einen Salon anzumieten, was sicherlich günstiger ist, wenn man sämtliche Umstände berechnet (Mitarbeiter, Benzin, das Equipment etc)

vielleicht findet ja wirklich ein Umdenken in den Köpfen der Produzenten statt, ich würde es mir wirklich wünschen